Bild: Adobe Stock/Pasko Maksim

O Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter wirklich?

Da sterben uns die Bäume weg, der Regenwald wird abgeholzt und trotzdem werden in Deutschland pro Jahr 28 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Ein gigantisches Geschäft. Aber inmitten der Klimakatastrophe stellt sich die Frage: Ist diese Tradition überhaupt noch zeitgemäß? Dabei gilt ein Christbaum an sich sogar als klimaneutral. Er wächst meist sieben bis zehn Jahre und speichert dabei jede Menge CO2. Wenn er seine Dienste getan hat und verbrannt wird, produziert er genauso viel CO2, wie er zuvor gespeichert hat. Wird das Holz noch weiterverwendet, bleibt das CO2 langfristig gespeichert.

Wo liegt das Problem?

Tatsächlich ist die Verwendung eines natürlichen Baumes noch immer die umweltfreundlichste Alternative, wenn man denn gar nicht auf die Tradition verzichten will. Wer wirklich nachhaltig Weihnachten feiern möchte, sucht sich einen möglichst lokalen Verkauf (auf robinwood.de finden sich bspw. entsprechende Listen) von Bäumen mit Bio- und Fair Trees- Siegel, schleppt das Nadelgewächs zu Fuß oder mit dem Rad nach Hause und heizt nach Weihnachten damit den Ofen. Die Gründe dafür: Fair Trees setzt sich für eine faire Bezahlung von Saatgut-Sammlern im Ausland ein und die durchschnittlich drei Kilo CO2 pro Baum entstehen vor allem durch den Transport.

Die kreativste Lösung

Alternativen aus Plastik rentieren sich in Sachen Klima erst nach etwa 16 Jahren, halten im Schnitt aber nur zehn Jahre. Eine andere Variante sind künstliche Bäume aus recyceltem Material. Eine äußerst kreative und vor allem nachhaltige Idee ist den Verantwortlichen der dänischen Firma Sprout World in den Sinn gekommen: Sie verkaufen Bleistifte, die sich nach der Nutzung – etwa für Weihnachtskarten – einpflanzen lassen und in wenigen Jahren zu einem waschechten Christbaum heranwachsen.

 

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