Bild: iStock/Vanit Janthra

Private Equity: Ein Erfolgsbeispiel aus Norwegen

Im Logistikzentrum eines schwäbischen Onlinehändlers rasen 125 Roboter durch die gut 4.300 Quadratmeter große Halle. Sie bewegen 145.000 Behälter auf 16 übereinanderliegenden Ebenen. Hier wird kein Lagerplatz verschenkt, keine Zeit mit langer Suche vergeudet. 140 Mitarbeiter können dank modernster Robotronic innerhalb einer Woche 275.000 Artikel an ihre Kunden versenden.

 

Vom Zauberwürfel zum Warenlager

Möglich wurde dies durch das smarte Lager- und Kommissionssystem des norwegischen Herstellers „Autostore“. Eine Erfolgsgeschichte, die in den 1990er-Jahren begann: Der Elektronikhandel „Hatteland“ sah sich mit einem Lagerproblem konfrontiert. Seine Regale quollen über, mehr Platz musste geschaffen werden.

In dieser Situation entwickelte der technische Direktor Ingvar Hognaland eine Vision: Was, wenn man die Waren so dicht wie die Teile eines Zauberwürfels verstauen und mit automatisierter Technik blitzschnell auffindbar machen könnte? Hognaland wollte seine Vision real werden lassen, und schon 1996 konnte er die von ihm entwickelte „Cube Storage Automation“ in seiner Firma bei Bergen einführen. Damit war der Grundstein für Autostore gelegt.

Im Jahr 2000 startete Autostore die Vermarktung seines neuen Lagerlogistiksystems. Mit zunehmendem Onlinehandel stieg das Interesse an cleveren Modellen. „Lagern Sie keine Luft – lagern Sie Ware“, hieß das Motto. Denn mit den Modulen von Autostore kann die Kapazität einer Lagerfläche vervierfacht werden. Das Modell erwies sich als ideal für expandierende Großhändler und interessant für Investoren.

 

Investoren fördern rasantes Wachstum

Private Equity ist eine Assetklasse, durch die auch private Anleger ihr Kapital abseits traditioneller Finanzprodukte anlegen können. Sie folgen so zudem dem Expertentipp, dass alternative Investments in keinem diversifizierten Portfolio fehlen sollten.

So konnten die Anleger des TS PE Pool II GmbH & Co. Geschlossene Investment KG Fonds (BVT TS PE Pool II) mittelbar bei Autostore einsteigen. Denn dieser Spezial-AIF hält in seinem Portfolio Anteile eines US-amerikanischen Private-Equity-Fonds, der sich Mitte 2019 an dem norwegischen Unternehmen mit 247 Millionen US-Dollar beteiligt hat. Anstatt zu sparen und kurzfristige Gewinne abzuziehen, wurde kräftig investiert.

Durch das Engagement der Private-Equity-Investoren konnte Autostore sein Vertriebsmanagement innerhalb kürzester Zeit von 6 auf 25 Spezialisten erweitern. Weltweit wurden neue Partner für den Verkauf gewonnen. Das globale Handelsnetz erstreckt sich inzwischen von Nordamerika über Europa bis hin nach Südkorea und Japan. Innerhalb von nur zwei Jahren stieg der Umsatz von 148 Millionen auf 251 Millionen US-Dollar Mitte 2021. Der Bruttogewinn kletterte im selben Zeitraum von 75 Millionen auf 128 Millionen Dollar. Autostore gelang so der Aufstieg zu einem weltweit führenden Robotik-Unternehmen. In über 600 Betrieben in 35 Ländern sind 20.000 Roboter von Autostore im Einsatz.

 

Kapital für den globalen Markt

Damit rückten die Norweger zunehmend in den Fokus auch der ganz großen Investoren. Im April dieses Jahres übernahm schließlich der japanische Beteiligungsgigant Softbank 40 Prozent des Unternehmens. Die Japaner wollen die internationale Expansion von Autostore weiter vorantreiben und das System verstärkt in Asien und im pazifischen Raum etablieren. Der amerikanische Private-Equity-Fonds, der vor knapp zwei Jahren bei Autostore eingestiegen war, konnte bei seinem Deal mit Softbank einen Teil seiner Autostore-Beteiligung veräußern.

Allein durch den Teilverkauf konnten Rückflüsse in doppelter Höhe des eingesetzten Kapitals verzeichnet werden. Von dieser Entwicklung profitieren letztlich auch die Anleger des BVT TS PE Pool II.

 

Private-Equity-Erfahrung zählt

Die BVT ist bereits seit 2000 im Bereich Private Equity aktiv und hat seitdem über 400 Millionen Euro platziert. 2015 startete die von der derigo GmbH & Co. KG, einem Unternehmen der BVT-Gruppe, verwaltete Serie, die aktuell drei Spezial-AIF umfasst. Der TS PE Pool GmbH & Co. Geschlossene Investment KG sammelte 24 Millionen Euro ein und hat diese in sieben Zielfonds investiert. Sein Nachfolger, der TS PE Pool II GmbH & Co. Geschlossene Investment KG, ging 2018 an den Start und erhielt bis zur Fondsschließung Ende vorigen Jahres 48,2 Millionen Euro von den Anlegern anvertraut. Er übertraf damit seinen Vorgänger hinsichtlich des Volumens deutlich. Sein Portfolio war bis Mitte dieses Jahres bereits mit neun Investitionen in Primary- und Secondary-Private-Equity-Fonds ausgestattet. Damit wurde das investierte Kapital über 77 Zielunternehmen gestreut. Berücksichtigt man die mittelbaren Unternehmensbeteiligungen des gezeichneten Secondary-Fonds, so erweitert sich die gesamte Streuung auf rund 800 Einzelunternehmen. Die geplante Laufzeit der von BVT initiierten Fonds endet 2029.

Aktuell befindet sich der BVT Private Equity Select III GmbH & Co. Geschlossene Investment KG (BVT Private Equity Select III) in der Platzierungsphase. Auch er wird von der derigo verwaltet und exklusiv durch die Baden-Württembergische Equity GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Landesbank Baden-Württemberg, vertrieben. Der Spezial-AIF richtet sich an (semi-)professionelle Anleger und strebt eine Mischung seiner Investments in Primary- und Secondary-Private-Equity-Fonds an, wobei der Fokus auf Buy-out-Fonds liegt, die schwerpunktmäßig in europäische und nordamerikanische Zielunternehmen investieren.

 

Chancen und Risiken

Die Experten der BVT erwarten angesichts der positiven Marktentwicklung der vergangenen Monate krisenbedingt attraktive Investitionschancen für die Zielfonds der BVT-Private-Equity-Fonds. Gleichzeitig birgt die Anlage in einen geschlossenen Spezial-AIF auch Risiken für die Anleger: So hängt der wirtschaftliche Erfolg wesentlich von der Wertentwicklung der Zielinvestments ab. Es besteht unter anderem das Risiko, dass das Portfolio des Zielfonds keine ausreichende Anzahl an Beteiligungen enthält oder das Zeichnungskapital nicht ausreichend investiert werden kann. Unsichere Wirtschafts- und Kapitalmarktverhältnisse können dazu führen, dass Unternehmensbeteiligungen entweder gar nicht oder nur zu einem im Vergleich zum Anschaffungspreis niedrigeren Preis verkauft werden können. Der Verkauf oder die Übertragung ist aufgrund der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages nur an andere professionelle oder semiprofessionelle Anleger möglich, und es besteht kein liquider Zweitmarkt.

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