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50 Jahre BVT – und bestens aufgestellt für die nächsten Jahre!

Die BVT Gruppe schaut in diesem Jahr auf 50 Unternehmensjahre zurück und ist gut gerüstet für die Zukunft, wie Tibor von Wiedebach-Nostitz, geschäftsführender Gesellschafter, im Gespräch verrät. 

In diesem Jahr feiert BVT ihr 50-jähriges Jubiläum und Sie selbst sind in diesem Jahr 30 Jahre dabei. Wo liegen wichtige Meilensteine in diesem vergangenen halben Jahrhundert?

In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat sich die BVT zu einem vielseitigen Investmenthaus mit den Schwerpunkten auf Immobilien, Energie und Infrastruktur sowie Alternative Investments entwickelt. Den Startschuss gab in den 1970-er Jahren eine Fondsserie mit Public Storage, dem weltweit größten Betreiber von Mietlager-Zentren in den USA. In den Folgejahren baute BVT ihr US-Portfolio dann mit renditestarken Immobilienprojekten, wie Shoppingcentern und Bürogebäuden, sukzessive aus. Vor rund 20 Jahren kamen hochwertige Apartmentanlagen der BVT Residential USA-Serie hinzu, deren Investitionskonzept "Bauen – vermieten – verkaufen" sich nach wie vor bewährt. 

Die USA-Immobilien waren jedoch nur der Anfang …

Das stimmt. Denn mit dem Aufkommen eines ökologisch bewussten Denkens Anfang der 1980-er Jahre setzte BVT zusätzlich auf eine nachhaltige Anlageklasse. Unter dem Motto „Umweltschutz als Kapitalanlage“ und ersten kleineren Projekten, wurde schließlich die erste deutsche Beteiligungsmöglichkeit an dem damals größten Windpark Europas in Nordfriesland umgesetzt, der übrigens nach einem Repowering noch heute in Betrieb ist. Dieser Schritt markierte einen Meilenstein für zahlreiche Umwelt- und Infrastrukturprojekte. Sie reichen von kommunalen Kraftwerken in den 1990er Jahren über Solarfonds bis hin zu unseren aktuellen Investitionsmöglichkeiten in die Speicherung und Einsparung von Energie.

Den ersten Immobilienfonds mit deutschen Objekten legte die BVT 1992  auf. Zunächst waren diese Fonds eher steuerorientiert, doch mit der Ertragswertfondsserie ab 2004 lag der Fokus auf stabilen Erträgen und Ausschüttungen. Ab Ende der 1990er Jahre nutzte BVT die Nachfrage nach „Alternativen Investments“, wie Private-Equity-Dachfonds. Damit erhielten private Investoren Zugang zu Anlageklassen, die zuvor nur institutionellen Anlegern zugänglich waren. 

Auch die Einführung des Kapitalanlagegesetzbuches war für Sie ein wichtiger Meilenstein …

Richtig! Mit der Einführung des "KAGB" 2013 haben wir die Entscheidung für eine eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft, die derigo, getroffen und damit die strategischen Weichen für die Zukunft gestellt. Und es war rückblickend genau die richtige Entscheidung, denn den Kern eines Unternehmens, quasi seine DNA, in fremde Hände zu geben, kam für uns nicht in Frage. 

In den letzten Jahren konzentrierte sich BVT im Neugeschäft vor allem auf US-Immobilien. Wie stellen Sie sich aktuell und in den kommenden Jahren auf?

In diesem Jahr weichen wir nicht von unseren langjährigen Kompetenzbereichen Immobilien USA sowie Energie und Infrastruktur ab. Selbstverständlich sind aber auch Immobilien Deutschland weiter wichtig. Dieses Standbein werden uns auch in den kommenden Jahren tragen.

Welche Projekte planen Sie aktuell in den USA?

Nach wie vor sehen wir das größte Potenzial im Wohnungsbau. Denn selbst Haushalte mit überdurchschnittlichem Einkommen können sich in vielen Regionen das Kaufen eines eigenen Hauses kaum noch leisten. Zudem entscheiden sich seit der Finanzkrise 2009 und den sich rasch verändernden Arbeitsmarktanforderungen immer mehr Amerikaner dafür, nicht zu kaufen, sondern zu mieten, um flexibler zu bleiben. Diesem Wunsch nach einer geeigneten Wohnung steht ein geringerer Neubau gegenüber. Wir rechnen für Ende 2026 mit einer weiter steigenden Nachfrage in vielen Metropolregionen und werden die Chancen des Marktes weiter konsequent nutzen. So konnten wir im vergangenen Jahr das bislang größte Projekt der Serie anbinden, eine Apartmentanlage bei Washington D.C. mit 386 Wohnungen und einem Investitionsvolumen von 141 US-Dollar. Ein weiterer Ankauf in Boston, unter anderem für unseren aktuellen Publikumsfonds, ist bereits vorvertraglich vereinbart und derzeit in Vorbereitung.  Auch auf der Verkaufsseite sind wir erfolgreich und haben aktuell eine Anlage bei Washington mit 366 Wohnungen veräußert, ein weiterer Verkauf steht vor der Umsetzung. Damit sollten wir bereits im ersten Quartal ein Transaktionsvolumen von rund 250 Millionen US-Dollar verbuchen können. Weitere Verkäufe werden in diesem Jahr folgen. 

Wie steht es um die Assetklasse Immobilien Deutschland? 2025 gab es lediglich ein Angebot für institutionelle Investoren. 

Aus unserer Sicht sortiert sich die Assetklasse derzeit neu. Für institutionelle Investoren haben wir unser Angebot gezielt weiterentwickelt. Mit unseren Exklusiv-Konzepten der Ertragswertfondsserie sind wir insbesondere im Depot-A-Bereich von Bankenpartnern erfolgreich. Hier folgen in diesem Jahr weitere Angebote. Für Publikumsfonds sehen wir momentan keine ausreichend breite Investorenbasis.

Anders verhält es sich bei Energie und Infrastruktur, oder? Hier denken Sie über neue Angebote nach?

Genau, wir sehen großes Potenzial bei Batteriespeichern, als Schlüsseltechnologie der Energiewende. Sie sind das Bindeglied zwischen Erzeugung nachhaltiger Energie und Netzstabilität. Als langfristiges Investment bieten sie erhebliches Potenzial. Wir arbeiten derzeit daran, wie sich dieses Thema in gute Fondslösungen umsetzen lässt, auch für Privatanleger. Mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung in der Assetklasse Energie und Infrastruktur sowie unserem ebenso versierten Team sind wir hier sehr gut aufgestellt. 

Für einen kleinen Ausblick auf die kommenden Jahre: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz machen vor keine Branche halt. Wie stellt sich BVT hier auf?

Selbstverständlich spielen diese Punkte auch bei uns eine große Rolle. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die neuen Technologien in unsere Prozesse und Fondsstrukturen zu integrieren. Wir wollen hier Vorreiter werden und die Chancen der digitalen Transformation für unsere Anleger zu nutzen. 

Nun bringt dieses Jahr auch für Sie persönlich ein Jubiläum. Wie schauen Sie auf Ihre 30 Jahre bei BVT zurück? Welche Highlights haben Sie?

Da überwiegt vor allem eines: Dankbarkeit. Ich durfte die Höhen, aber auch die Tiefen der Sachwertbranche hautnah miterleben – eine sehr lehrreiche Zeit, die mich geprägt hat. Besonders bereichernd waren und sind dabei die vielen inspirierenden Begegnungen mit Investoren, Partnern und natürlich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Eine ganz besondere Bedeutung hat für mich auch die enge, von Vertrauen und Freundschaft geprägte Zusammenarbeit mit unserem Firmengründer Harald von Scharfenberg, die sich über die Jahrzehnte stetig vertieft hat – etwas, das im heutigen Geschäftsleben selten geworden ist.

Mich erfüllt es, Teil eines so engagierten und besonderen Teams zu sein, mit dem ich schon viele Jahre erfolgreich zusammenarbeite. Und deshalb blicke ich mit Optimismus nach vorn: Digitalisierung, KI und neue Produktlinien werden uns spannende Chancen eröffnen. Diese Zukunft möchte ich gern aktiv mitgestalten – als verlässlicher und innovativer Partner für unsere Anleger.

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