Bild: BVT/Regine Rohmund
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50 Jahre BVT: Von der Wassermühle zum Batteriespeicher

Die Energieerzeugung aus nachhaltigen Quellen ist der Familie des BVT-Gründers Harald von Scharfenberg schon lange wichtig. Und seit den 1980-er Jahren setzt die BVT Unternehmensgruppe konsequent auf Projekte der Assetklasse Energie & Infrastruktur.

Bereits 1886 kaufte der Urgroßvater von BVT-Gründer Harald von Scharfenberg, Karl Xaver von Scharfenberg, die alte Getreidemühle in Wanfried an dem Flüsschen Werra in Nordhessen. Er tauschte ein paar Jahre später das alte Mühlrad gegen eine neue Turbine und erzeugte Strom. Die Einwohner von Wanfried waren skeptisch gegenüber der Elektrizität, kannten sie doch bisher nur Petroleumlampen für die Lichterzeugung und Holz als Wärmespender. 

Zunächst nutzte Karl Xaver von Scharfenberg den Strom für das Betreiben der Mühle, doch er produzierte mehr Strom als er verbrauchte, und lieferte den Einwohnern des Städtchens kostenlos den überzähligen Strom. Mit dieser Mühle war der Grundstein gelegt für das Elektrizitätswerk Wanfried, das mittlerweile in der fünften Generation von Moritz von Scharfenberg geführt wird. 

BVT finanzierte den größten Windpark Europas
Harald von Scharfenberg griff die Tradition seiner Familie auf. Nach ersten Projekten im Bereich Blockheizkraftwerke und Deponieent­gasungsanlagen finanzierte er 1989 als einer der ersten eine Windkraftanlage in Schleswig-Holstein über einen Fonds. Es war damals der größte Windpark Europas. In den 1990-er Jahre bildete dann die Kraft-Wärme-Kopplung den Schwerpunkt, darunter Heizkraftwerke in Treffurt, Dessau, Staßfurt, Stendal, Borna und Cottbus. 

Diese Anlagen erzeugen Strom und Wärme gleichzeitig und erreichen dadurch Wirkungsgrade von bis zu 90 Prozent, deutlich mehr als konventionelle Kraftwerke. Die Kraft-Wärme-Kopplung gilt bis heute als eine der effizientesten Formen der Energieerzeugung und war bereits damals ein wichtiger Schritt hin zu einer ressourcenschonenderen Energieversorgung. Damit hatte BVT einen weiteren Schwerpunkt in der Assetklasse Energie & Infrastruktur gelegt.

Dabei beschränkte sich die BVT nicht ausschließlich auf die Energieerzeugung. Mit Beteiligungen an einer kommunalen Kläranlage in Zwickau oder dem Straßenbahnbetriebshof Halle rückte zunehmend auch die kommunale Infrastruktur in den Fokus. Diese Projekte zeigen, dass Energieversorgung schon damals eng mit funktionierender öffentlicher Infrastruktur verbunden war - ein Gedanke, der heute aktueller ist denn je.

Der Aufstieg der Windenergie
Einen entscheidenden Wendepunkt markierte Ende der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahre der Ausbau der erneuerbaren Energien. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entstanden erstmals verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen in Windkraft. BVT gehörte zu den Anbietern, die diesen Wandel früh begleiteten. Es entstanden zahlreiche Windparkfonds, darunter Projekte in Nordfriesland, Goldberg in der Eifel, Flomborn, Zölkow, Emlichheim, Ostbüren, Saal oder Sustrum-Renkenberge. Dabei entwickelte sich insbesondere Nordfriesland zu einer der bedeutendsten Windenergieregionen Deutschlands. Die Windparks stehen exemplarisch für den Wandel von einer zentralen zu einer zunehmend dezentralen Stromerzeugung.

Mit dem weiteren Ausbau der Energiewende wurde das Spektrum kontinuierlich erweitert. Neben Windenergie kamen Solarprojekte wie der Solarpark Königsbrück hinzu. Auch Umwelt- und Infrastrukturinvestments gewannen an Bedeutung. Die BVT trat in diesem Marktumfeld mit ihrer langjährigen Erfahrung als Anbieter innovativer Anlageprodukte erfolgreich auf. 

Der nächste Entwicklungsschritt: Batteriespeicher
Während es früher vor allem darum ging, Strom möglichst effizient zu erzeugen, rücken heute 
Netzstabilität, Versorgungssicherheit und Flexibilität stärker in den Mittelpunkt. Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien gewinnt die Speicherung von Strom zunehmend an Bedeutung. Wind und Sonne liefern Energie nicht genau dann, wenn die Abnehmer sie benötigen. Batteriespeicher helfen, diese Schwankungen auszugleichen und das Stromnetz zu stabilisieren. Daher gelten sie als einer der wichtigsten Bausteine der künftigen Energieinfrastruktur. 

Anders als klassische Kraftwerke erzeugen sie keinen Strom. Sie machen erneuerbare Energien jedoch besser nutzbar und erhöhen die Versorgungssicherheit. Damit schließt sich gewissermaßen der Kreis. Ging es bei den ersten Energiefonds der BVT vor allem um eine effiziente Energieerzeugung, stehen heute intelligente Infrastrukturen im Mittelpunkt, die eine nachhaltige Energieversorgung überhaupt erst ermöglichen. BVT hat dafür jetzt auch eine Beteiligungsmöglichkeit geschaffen. 

Vom Kraftwerk zur Systemlösung
Die Entwicklung der BVT-Angebote zeigt damit nicht nur den technologischen Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte. Sie dokumentiert den Wandel des Energiesystems: von zentralen Heizkraftwerken über erneuerbare Energien bis hin zu modernen Speichern. Aus einzelnen Energieanlagen ist Schritt für Schritt eine vielfältige Infrastruktur entstanden und diese bildet das Fundament der Energiewende.

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