Bild: BVTMarketing-AnzeigeMit dem Nachtzug von München nach Hamburg und weiter im Elektroauto bis nach Nordfriesland. David Schindler, Asset Manager im Bereich Energie und Infrastruktur bei BVT, reist nachhaltig quer durch Deutschland. Ein Bericht über eine Reise im Nachtzug mit überraschend kleinem CO₂-Fußabdruck.
München Hauptbahnhof kurz vor 22.30 Uhr. Während sich der Bahnhof leert, rollt am Gleis der Nightjet der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) ein. David Schindler steigt ein, sein Ziel: ein Windpark in Nordfriesland. Statt Inlandsflug setzt der BVT-Energie-Experte bewusst auf Bahn und E-Auto. Eine Dienstreise quer durch Deutschland, die belegen soll, wie nachhaltige Mobilität im Arbeitsalltag funktionieren kann. Sein Bett für die Nacht ist eine Kabine. Die sogenannten „Mini Cabins“ im Nightjet, sind rund 190 cm lang und 63 cm breit, und damit nichts für Menschen mit Angst vor engen Räumen. Für Gepäck und Schuhe findet sich direkt neben den Kabinen in zwei Fächern Platz.
„Abgesehen von dem einen oder anderen Abschnitt auf der Strecke, auf der es etwas holpriger zuging, verlief die Nacht recht ruhig und verhältnismäßig entspannt“, sagt David Schindler. Nach einem sparsamen, aber vorerst sättigenden Frühstück bestehend als Brötchen, Marmelade und Kaffee gegen 7 Uhr, erreichte der Nightjet Hamburg planmäßig 1,5 Stunden später.
Mit dem E-Auto ging es weiter
Von dort aus ging es mit einem E-Auto, dem Cupra Tavascan, weiter Richtung Windpark Nordfriesland. Die Fahrt mit dem Mietwagen dauerte inklusive Ladestopp rund drei Stunden. Vor Ort standen mehrere Termine auf dem Programm. Unter anderem wurde an einer Windenergieanlage ein großer Kran aufgebaut, um ein Getriebe zu tauschen. Außerdem inspizierte David Schindler gemeinsam mit einem Dienstleister eine instandgesetzte Zuwegung und mit dem Betreiber der sechsten Windenergieanlage im Windpark gab es einen Austausch.
Nach rund vier Stunden vor Ort fuhr Schindler zurück nach Hamburg. Allerdings mit einem Zwischenstopp bei der Grenzland Bürgerenergie eG. Ihr Elektrolyseur erzeugt 100 Prozent grünen Wasserstoff aus lokalem Solar- und Windstrom indem er Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff spaltet. „Das war sehr beeindruckend und ist ein weiteres großartiges Beispiel dafür, wie nachhaltige Technologien und Infrastruktur zunehmend zusammenspielen“, meinte Schindler.
In Hamburg stieg er wieder in den ÖBB Nightjet Richtung München. Sein Fazit: „Es war eine durchweg positive Erfahrung. Zwar ist der Schlaf im Zug etwas unruhiger, als er es im Hotel wäre, aber alles in allem entsprach die Reise meinen Erwartungen“, fasste Schindler zusammen.
Ökologischer Fußabdruck überzeugt
Ein großer Vorteil beim Reisen mit dem Nachtzug: Man spart sich die Anreise am Tage und die Übernachtungen in Hotels vor Ort, und fährt stattdessen beim Schlafen. Damit ist man quasi nur einen Arbeitstag unterwegs und nicht zwei oder drei. Diese Kombination aus Nachtzug und E-Auto bietet eine komfortable und viel nachhaltigere Alternative zur Reise mit dem Flugzeug. Einzig, der enge Raum in der „Mini Cabin“ des Nightjets ist aufgrund des begrenzten Platzangebots nicht für jedermann geeignet.
Hinsichtlich des ökologischen Fußabdrucks überzeugt Schindlers Experiment ebenfalls. Denn die klimafreundliche Reise per Nightjet und E-Auto erzeugte nur rund 70 Kilogramm CO2. Eine vergleichbare Anreise mit Flugzeug und E-Autor hätte mit etwa 350 Kilogramm mehr als das Fünffache verursacht.