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Steigende Einkommen heben Wohnansprüche

Der private Konsum erweist sich weiterhin als zentrale Stütze der US-Konjunktur. Vor allem höhere Einkommen in der Mittelschicht sorgen für eine wachsende Nachfrage nach qualitativ besseren und größeren Wohnungen.

Ein robustes Wachstum der privaten Konsumausgaben belebt die US-amerikanische Wirtschaft. Im vergangenen Jahr erreichten diese nach den bisherigen Zahlen des US-Handelsministeriums einen neuen historischen Höchststand. Vor allem Haushalte mit höheren Einkommen profitieren überdurchschnittlich vom gegenwärtigen Wachstum.

Der private Konsum spielt in der US-Wirtschaft eine entscheidende Rolle und ist Signalgeber für Investoren. Seit der Delle während der Pandemie vor fünf Jahren zeigt der Trend wieder nach oben. So erreichte der Privatkonsum im dritten Quartal 2025 einen Anteil von 69 Prozent am gesamten Bruttoinlandsprodukt (BIP). Das BIP stieg dem Ministerium zufolge im dritten Quartal 2025 auf das Jahr hochgerechnet um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Jahren zuvor.

Trotz der turbulenten Zollpolitik der US-Regierung und einem immer noch relativ hohen Leitzins, der im Januar zwischen 3,5 und 3,75 Prozent lag, wächst in den USA der Wohlstand. Nach den Zahlen des Bureau of Labor Statistics stiegen im vergangenen Jahr die durchschnittlichen Stundenlöhne um 3,8 Prozent und damit mehr als die Inflationsrate, die zum Jahresende 2,7 Prozent betrug. Für die private Konsumkraft war dies ein Plus von 1,1 Prozent real über dem Inflationsverlust. Die zunächst befürchteten Einschnitte wegen neuer Zölle hielten sich bis Ende 2025 in Grenzen, da der effektive Zollsatz bei rund zwölf Prozent lag. Schätzungen deuten darauf hin, dass er auf bis zu 14,4 Prozent steigen könnte.

Geringe Arbeitslosigkeit und viele neue Jobs

Deutliche Rückendeckung genießt der Konsum durch den stabilen Arbeitsmarkt. Gestört wurde der Job-Motor im vergangenen Herbst durch den Shutdown im Haushaltsstreit. Dennoch sind im November 56.000 neue Stellen und im Dezember 50.000 neue Jobs geschaffen worden, während die Entlassungen und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf ein historisch tiefes Niveau fielen. Mehrere regionale Federal-Reserve-Banken erwarten somit eine stabile Arbeitslosenquote, die im Januar dieses Jahres bei nur noch 4,3 Prozent lag. Gleich im ersten Monat des neuen Jahres ist die Zahl der Beschäftigten um weitere 130.000 Personen gewachsen. Ein Jahresstart, der Hoffnung auf weiteres Wachstum signalisiert. Die restriktive Einwanderungspolitik der US-Regierung sowie die demografische Alterung drücken das Arbeitskräfteangebot auf dem Markt und damit auch die Zahl der Arbeitssuchenden nach unten.

Obwohl mit der steigenden Konsumfreude der Amerikaner auch die private Verbraucherverschuldung steigt, bewegt sich diese aber auf einem moderaten Level. Ende September 2025 erreichten die Konsumentenkredite eine Höhe von 18,6 Billionen Dollar. Die Schuldendienstquote lag nach Angaben der US-Notenbank im dritten Quartal bei rund elf Prozent des verfügbaren Einkommens und damit deutlich unter vom Höchststand von 15,9 Prozent im Jahr 2007.

Die Kreditkartensalden legten deutlicher zu und stiegen um 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dennoch bleibt das gesamte Schuldenwachstum hinter dem Ausgabenwachstum zurück. Das wiederum die Einschätzung stützt, dass die Haushaltsfinanzen gesund sind. „Entscheidend für gesunde Haushaltsbilanzen ist, dass das Einkommenswachstum die Inflation übersteigt“, sagt Tom Hainlin, National Investment Strategist bei der U.S. Bank Asset Management Group. Er betont, dass die nominalen Löhne weiterhin über den Lebenshaltungskosten liegen, trotz langsamerer Fortschritte bei einkommensschwächeren Haushalten.

Gutverdiener suchen moderne Miet-Apartments

Die besserverdienende Mittelschicht profitiert überproportional vom gegenwärtigen Aufschwung der US-Wirtschaft. Dadurch steigt die Nachfrage nach anspruchsvollen Mietwohnungen vor allem in den boomenden Metropolregionen. Die akademisch geprägten, Besserverdienenden bevorzugen schon seit einigen Jahren das Wohnen zur Miete. Denn das eigene Häuschen an der Peripherie ebenso wie die Eigentumswohnung in der Stadt sind selbst für Gutverdiener schon lange kaum noch erschwinglich. Monatliche Ratenzahlungen plus Hypothekenzinsen übersteigen meist die Belastung, die durch die Miete entsteht. Nach einer Studie des Finanzmarktanalysten Bankrate zahlen Käufer mit Hypotheken monatlich rund 30 Prozent mehr als Mieter.

Hinzu kommt die größere Flexibilität, die das Mietverhältnis ermöglicht. Und die ist gerade für die beruflichen Aufsteiger in den Wachstumsbranchen bedeutsam, wo häufige Jobwechsel und dynamische Aufstiegskarrieren oftmals schnelle Umzüge erfordern. Trotz des jüngst wieder gestiegenen Angebots an Wohnraum kann der Bedarf noch immer nicht gedeckt werden. „Die landesweite Vermietungsquote lag zum Ende des ersten Quartals 2025 bei 95 Prozent – ein Wert, der in den letzten 15 Jahren nur viermal erreicht oder übertroffen wurde“, berichtet der Bund Institutioneller Investoren. „Gleichzeitig bleiben die Mieten stabil bis steigend, getragen von einer historisch hohen Nachfrage.“

Für langfristig orientierte Anleger bietet der US-Wohnungsmarkt somit attraktive Chancen. Investments in moderne, anspruchsvoll ausgestattete Miet-Apartments stehen für stabile Renditen bei geringem Risiko. Die Nachfrage dürfte auch in Zukunft das knappe Angebot übersteigen.

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