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„Wir erwarten ein klares Unterangebot an Mietwohnungen“

Das Wachstum in den USA ist robust – KI lässt auf hohe Produktivitätsgewinne hoffen. Die Immobilienwirtschaft ist aktuell von sinkenden Neubauaktivitäten gekennzeichnet, bei gleichzeitig steigendem Bedarf an Mietwohnungen.  

Während Europas Wirtschaft schwächelt, zeigen die USA mit einer robusten Konjunktur weiterhin ihre Stärken. Trotz internationaler Krisen, Zölle und Handelskonflikte erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2025 ein Gesamtwachstum des Bruttoinlandsproduktes von 2,0 Prozent und in diesem Jahr von 2,1 Prozent. 
Unterstützt wird der stabile Wachstumstrend durch die rückläufige Inflation, die für dasGesamtjahr 2025 nur noch 3 Prozent erreichen werde, schätzt der IWF. Im diesem Jahr könne sie sogar auf 2 Prozent sinken. Damit würden weitere, moderate Zinssenkungen durch die US-Notenbank Federal Reserve möglich, die im Dezember 2025 mit einer Absenkung um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent, eingeläutet wurde. 

Hohes Produktivitätswachstum erwartet
„Eine überraschende Widerstandsfähigkeit“ attestiert Edgar Walk, Chefökonom bei Metzler Asset Management, der US-Wirtschaft. „Der Konjunkturüberraschungsindex der Citigroup sprang Ende September auf etwa 25 – der Mittelwert seit 2023 liegt bei etwa 15. Der Grund dafür ist der KI-Boom.“ Während Pessimisten bereits eine KI-Blase befürchten, sieht Walk beste Chancen auf eine erhebliche Steigerung der Produktivität durch die neue Technologie. „Ein hohes Produktivitätswachstum würde ein hohes Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig niedriger Inflation ermöglichen“, hofft er. Nach den Zahlen des U.S. Bureau of Labour Statistics unterstützt auch der Arbeitsmarkt eine stabile Entwicklung. 
Die aussichtsreichen Trends in Übersee bestätigen die USA in ihrer wirtschaftlichen Stärke. Der IWF verweist auf die hohe Flexibilität vieler US-Unternehmen als einen Grund für die positive Entwicklung. Starke öffentliche und private Investitionen sowie eine resistente Binnenkonjunktur untermauerten die Dynamik des Marktes.

Weniger Neubauten – zunehmende Nachfrage nach Wohnungen
Die aussichtsreiche Entwicklung der Gesamtwirtschaft spiegelt sich allerdings im Wohnungsbau noch längst nicht wider. Im vergangenen August wurden 6 Prozent weniger Neubauten gestartet als ein Jahr zuvor. Nach den Zahlen des U.S. Census Bureau fiel die Zahl der Baugenehmigungen sogar um 11 Prozent. Die National Association of Home Builders (NAHB) prognostiziert für das Gesamtjahr 2025 insgesamt einen Rückgang beim Neubau, erwartet aber eine leichte Erholung in diesem Jahr.
Martin Stoß, Geschäftsführer und Leiter des Geschäftsfelds Immobilien USA bei BVT, geht davon aus, dass die Neubautätigkeit im Class-A-Wohnungssegment, in das BVT vorrangig investiert, im Jahr 2025 die Talsohle erreicht haben sollte. Im Vergleich zu dem Höhepunkt der Neubautätigkeit in den Jahren 2022 und 2023 ist die Neubautätigkeit um rund 50 Prozent zurückgegangen.  „Ab Mitte 2026 erwarten wir in den meisten Großstadtregionen eine ansteigende Nachfrage nach  Mietwohnungen mit entsprechenden Auswirkungen auf die Mietpreise“, prognostiziert Stoß.  

Mieten dürften in Ballungsregionen steigen
Dabei wird voraussichtlich der Bedarf an Mietwohnungen schon bald deutlich steigen. Denn für die Amerikaner wird es immer schwieriger, sich eine eigene Immobilie zu kaufen. Aktuell sind es nur noch 12,7 Prozent der Mieterhaushalte, die sich den Erwerb eines preiswerten Eigenheims leisten könnten. Der Trend zeigt nach unten. Nach einer Studie von CBRE waren es 2019 noch 17 Prozent der Mieterhaushalte: ein Rückgang um rund 33 Prozent. Die Ursachen dafür sind die steigenden Preise für Immobilien und die zugleich erhöhten Hypothekenzinsen. In den Regionen Boston und Washington, aber auch in Los Angelos sowie im Sun Belt ist der Druck auf den Wohnungsmarkt besonders hoch, da sich in diesen Märkten, im Vergleich zum USA-weiten Durchschnitt, überproportional wenige Mieterhaushalte ein Eigenheim leisten können. 
Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit ist der NAHB-Housing-Market-Index seit Mitte dieses Jahres von 32 auf 37 Punkte im Oktober gestiegen. Für Käufer betrugen nach den Zahlen von CBRE die monatlichen Kosten für ein Eigenheim im zweiten Quartal 2025 im Durchschnitt 4.643 US-Dollar. Das war mehr als doppelt so viel wie die durchschnittlichen Mietkosten in Höhe von 2.228 Dollar. 
Die Mieten dürften vor allem in vielen Wachstumsregionen, wie auch den etablierten Märkten an der Westküste, nach der Absorption des Überangebots in den Jahren 2025 und 2026 deutlich steigen. Für Investoren bietet sich hierdurch die Chance auf attraktive Investitionen in wohnwirtschaftliche Projektentwicklungen aufgrund der prognostizierten positiven wirtschaftlichen Entwicklung der USA und den zu erwartenden Mietsteigerungen bis zur Fertigstellung der Projekte in den Jahren 2027 und 2028.

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