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Zweitmarkt zeigt robuste Entwicklung

Beteiligungen „aus zweiter Hand“ bleiben bei Anlegern beliebt, wie die Umsätze an Deutschlands größter Fondsbörse belegen. Für das Interesse gibt es gute Gründe.

Unter den am Zweitmarkt angebotenen Beteiligungen lassen sich echte Perlen entdecken und günstig erwerben. Im Gegensatz zu Erstemissionen bringen „Gebrauchte“ einen transparenten Track Record mit. Die Käufer müssen sich nicht auf die Versprechen und Vorhersagen der Emissionshäuser verlassen, sondern können anhand des meist langjährigen Reportings und der Geschäftsberichte schwarz auf weiß die Qualität einer Sachwertbeteiligung nachvollziehen. 

Im mit Abstand wichtigsten Zweimarktsegment Immobilien können Kaufinteressenten beispielsweise die Vermietungshistorie, den Zustand des Objekts und die im realen Betrieb angefallenen Instandhaltungskosten einsehen. Zudem ist eine beim Projektstart hohe Fremdfinanzierung häufig schon in signifikantem Maße getilgt worden, ebenso wie anfängliche Weichkosten, was indirekte Wertsteigerungen zur Folge hat. Neben diesen zahlen auch die am Zweitmarkt üblichen Abschläge auf den jeweiligen Net Asset Value (NAV) auf die Attraktivität solcher Investments ein. 

Stabile Zahlen an der Fondsbörse Deutschland 
Angesichts dieser Vorteile greifen die Anleger auch in den aktuell wirtschaftlich turbulenten Zeiten bei Zweitmarktangeboten weiterhin gern zu, wie die jüngsten Quartalszahlen der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler erkennen lassen. Der führende Marktplatz für Beteiligungen an geschlossenen AIF verzeichnete im zweiten Quartal 1.527 Transaktionen, 89 mehr als im Vorjahreszeitraum. Leicht unter diesem lag das Volumen mit 45,42 Millionen Euro (Q2 2025: 47,20 Millionen). 

Der Immobiliensektor dominiert das Geschehen mit einem Anteil von zuletzt 71 Prozent am Gesamtumsatz. Stark gefragt waren im Juni Büroimmobilien in deutschen A-Städten sowie in London, aber auch Einkaufszentren. Die Kauflaune dürfte unter anderem von den auf rund 65 Prozent gesunkenen Durchschnittskursen profitiert haben – seit Jahresbeginn wurden im Schnitt circa 69 Prozent verzeichnet. Zum Vergleich: Bei Schiffsbeteiligungen belief sich der Durchschnittskurs im Juni auf 46 Prozent, bei „Sonstigen“ (Flugzeuge, Private Equity, Erneuerbare etc.) auf 43 Prozent.

Marktexpertise ist unabdingbar
Meist liegt für Verkaufsangebote ein regelrechter Wust an Informationen vor, der zur Bewertung gesichtet und analysiert werden muss. Es gilt, tief in Zahlenwerke einzusteigen, die relevanten Werte zu identifizieren und Schlüsse für das künftige Potenzial der Beteiligung vor dem Hintergrund der Mikro- und Makromarktsituation zu ziehen. Privatanleger können diesen Aufwand in aller Regel nicht leisten – schon die stetige Beobachtung der lokalen Märkte erfordert de facto eine professionelle Hinwendung. Das zeitraubende Screening Hunderter Zweitmarktangebote pro Jahr, inklusive vertiefender Analyse der vielversprechenden Kandidaten, kann erst recht nicht von Einzelpersonen vorgenommen werden; selbst kleinere institutionelle Investoren sind damit überfordert. 

An den Chancen „gebrauchter“ Beteiligungen partizipieren können sie dennoch: mit der Investition in einen entsprechenden Dachfonds, der die nötige Expertise und Manpower zur Auswahl und zum Management von Immobilienbeteiligungen bündelt. Mit seiner Zielfonds-Allokation sorgt er zugleich für eine risikomindernde Diversifizierung über Standorte, Emissionsjahre, Nutzungsarten, Manager und Mieter hinweg. Ein professionell verwalteter Zweitmarkt-Dachfonds schafft damit die Grundlage für zuverlässige, kontinuierliche Rückflüsse.

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