Bild: Boston Athletic Association
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Liegt Boston noch gut im Rennen?

Die Neuengland-Metropole ist für den weltweit ältesten jährlichen Marathon bekannt, aber auch für Eds & Meds – und für hohe Wohnraumnachfrage.

Die charmante Bostoner Altstadt, eine der sehenswertesten in den USA, bietet jährlich die fotogene Kulisse für den Boston Marathon, der dieses Jahr im April zum 127. Mal stattfinden wird. Seine Werbewirkung kann kaum beziffert werden, doch schon die Veranstaltung selbst mit ihren rund 500.000 Besuchern bringt dem Großraum laut Greater Boston Convention & Visitors Bureau rund 200 Millionen US-Dollar ein. Tourismus und Freizeit bilden ein wichtiges ökonomisches Standbein der Metropolregion. Zurückblickend wurden allein zwischen April 2021 und April 2022 in dem Segment circa 45.000 neue Jobs geschaffen, so viele wie in keinem anderen. Darin kommt allerdings auch die Konjunkturabhängigkeit dieser Branche zum Ausdruck, die von der Pandemie hart getroffen war und sich sukzessive wieder „berappelt“ hat.

 

Jobwachstum im qualifizierten Sektor

Durchgehend stark hingegen ist das bedeutendste ökonomische Segment des Großraums Boston: Eds & Meds, wie das Bildungs- und Gesundheitswesen genannt werden. Die Hauptstadt von Massachusetts steht für erstklassige Universitäten wie Harvard und MIT, aber auch für eine Vielzahl von Forschungseinrichtungen insbesondere im Bereich Biowissenschaften (Life Sciences). Keine andere Region weltweit weist eine solche Hochschuldichte auf. Hinzu kommen zahlreiche Großkrankenhäuser, etwa das Massachusetts General Hospital mit mehr als 1.000 Betten. Insgesamt sind im Segment Eds & Meds in der Bostoner Metropolregion über 600.000 Personen beschäftigt – und das weitgehend konjunkturunabhängig und gut bezahlt. Rund 168.000 US-Dollar beträgt die Wertschöpfung pro Arbeitskraft im Großraum Boston. Das jährliche Jobwachstum in Eds & Meds belief sich zuletzt (April 2022) auf 2,9 Prozent. Noch höher fiel es allerdings mit 6,4 Prozent im Segment „Professional & Business Services“ aus, das mit fast 550.000 Stellen ebenfalls eine tragende Säule der Bostoner Wirtschaft darstellt. Hier wie dort handelt es sich überwiegend um hochqualifizierte Jobs, die für eine stetige demografische Sogwirkung Bostons sorgen: Um knapp 300.000 Personen wuchs die Bevölkerung der Metropolregion zwischen 2011 und 2021 auf rund 4,9 Millionen an.

 

Hohe Monatsmieten

Die hohen Einkommen der Zuzügler gehen meist mit hohen Ansprüchen an den Wohnraum einher. Auf dem unterversorgten Bostoner Wohnungsmarkt sind diese indes nicht leicht zu befriedigen. Es mangelt nicht nur im Class-A-Segment an Angebot. In der Folge ist die Stadt für Wohnungsmieter zur zweitteuersten der USA „avanciert“: Über 3.000 US-Dollar Monatsmiete sind im Durchschnitt für ein Ein-Zimmer-Apartment zu zahlen (wobei das in den USA Wohnzimmer und Küche einschließt). Nur in New York City müssen Mieter tiefer in die Tasche greifen. Zufall oder nicht: Auch bei der Jobdichte, also der Zahl der Stellen pro Quadratmeile, liegt der Großraum Boston mit 89.600 US-weit auf Rang zwei hinter New York. Diese Kennzahl korreliert laut einer Bloomberg-Analyse stark mit der Wertschöpfung pro Arbeitsplatz. Der für die steigenden Mietpreise verantwortliche Nachfrageüberhang prägt den Bostoner Wohnungsmarkt seit Jahrzehnten, und auch in absehbarer Zeit zeichnet sich keine Balance ab. Vielmehr brach die Wohnraumfläche, für die in Boston Neubaugenehmigungen erteilt wurden, im ersten Pandemiejahr von 4,34 Millionen Quadratfuß 2019 (rund 403.000 Quadratmeter) auf 3,76 Millionen (349.000) ein – und ging auch 2021 noch einmal leicht auf 3,74 Millionen (347.500) zurück.

 

Ja zu Boston

Die Frage, ob Boston wie schon in den vergangenen Jahren ein lohnenswerter Investitionsstandort für Wohnimmobilienprojekte bleibt, lässt sich in der Gesamtschau mit einem klaren „Ja“ beantworten. Zu dieser Einschätzung kommen auch die Analysten von BVT, die schon in den letzten 18 Jahren mehrfach auf die Metropolregion als Standort für Class-A-Apartments gesetzt haben und damit richtig lagen. Vergangene Ergebnisse der BVT Residential USA-Fondsserie, die sich an der Projektentwicklung hochwertiger Mietwohnungen in boomenden US-Regionen beteiligt, geben zwar keine Gewähr für zukünftige Renditen. Doch der Großraum Boston präsentiert sich auch aktuell als erstklassiger Standort für Investoren, die hohe Kalkulationssicherheit schätzen, ohne Abstriche bei der Rendite zu machen. Da die Beteiligung an einem alternativen Investmentfonds (AIF) Risiken birgt, sollten sich Interessierte vor einer Zeichnung von Anteilen sorgsam zu Risiken informieren. Mehr Informationen bietet die Seite www.residential-usa.de.

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